Trans ist keine Krankheit

Autor*innen: Cornelia Kost

Transgeschlechtlichkeit wird in medizinischen und psychotherapeutischen Kontexten weiterhin häufig implizit als krankheitswertig verstanden, insbesondere im Zusammenhang mit Diagnostik und Komorbiditäten. Der vorliegende Beitrag analysiert kritisch die Rolle diagnostischer Verfahren im Kontext von Transgeschlechtlichkeit und begleitenden psychischen Störungen. Unter Bezugnahme auf die aktuelle S3‑Leitlinie, internationale Klassifikationssysteme (ICD‑11, DSM‑5) sowie medizinethische Positionspapiere wird aufgezeigt, dass Transgeschlechtlichkeit selbst keine Krankheit darstellt und dass pathologisierende Annahmen den Zugang zu notwendiger Gesundheitsversorgung erschweren können. Der Beitrag plädiert für eine entpathologisierte, trans‑informierte und individualisierte Gesundheitsversorgung.

Letzte Aktualisierung: 20.04.2026

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