Workshop auf dem Kongress der European Psychiatric Association (EPA), 28.2.2010
von Gabriele Dennert
Auf dem Kongress der European Psychiatric Association fand 2010 in München der erste Workshop zu einem lesbisch-schwulen Thema statt. Initiator und Chair des Workshops war Gene Nakajima (USA), Co-Chair war ich, Gabriele Dennert. Als weitere Votragende waren außerdem Martin Plöderl (Österreich) sowie Götz Mundle und Lieselotte Mahler (BRD) dabei.
Lieselotte Mahler und Götz Mundle haben die DGPPN-Sektion zu sexueller Orientierung vorgestellt. Martin Plöderl hat über Suizidalität bei homosexueller Männern im Kontext von gender-nonkonformen Verhalten in Kindheit und Jugend gesprochen. Gene Nakajima hat einen Überblick über die position statements der APA und der AGLP zu sexueller Orientierung und Antidiskriminierung gegeben. Und ich habe über Zugangsbarrieren für LGBT zur Gesundheitsversorgung gesprochen.
Ca. 40 Personen aus unterschiedlichen europäischen und außereuropäischen Ländern nahmen an der Veranstaltung teil. Die Diskussion war sehr angeregt und zeigte, dass die Veranstaltung auch von offizieller Seite der World Psychiatric Association (WPA) Beachtung gefunden hat. Es bestand großer Bedarf an Austausch auch über persönliche Erfahrungen einerseits und anderseits kamen Fragen, wie es jetzt auf offizieller Ebene weitergehen kann. Außerdem wurde deutlich, dass es Bedarf gibt, die Themen „sexuelle Orientierung“ und „gender Identität“ gemeinsam und in Relation zueinander zu diskutieren und auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen L/G/B und Transgender Personen zu achten.
Der Workshop stellt als der erste dieser Art einen Meilenstein innerhalb der europäischen psychiatrischen Fachdiskussion dar. Eine Fortsetzung dieser erfolgreichen Idee ist auf dem nächsten EPA Kongress 2011 in Wien geplant.
| Anhang | Größe |
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| Präsentation | 238.69 KB |
| Vortrag | 30.43 KB |
Letzte Aktualisierung: 18.05.2020
