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Folgen internalisierter Homonegativität

Studie

Autorinnen: Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Melanie Steffens und Dipl.-Psych. Petra Geisler

Zusammenfassung

Medizin, Psychiatrie und Psychologie haben über lange Zeit Lesben, Schwule und Bisexuelle pathologisiert. Seit den 1970er Jahren hat sich dieses Bild in der vorherrschenden Meinung mehr und mehr gewandelt: Nicht Lesben und Schwule sind krank, sondern die Gesellschaft, in der sie leben. Seit der Jahrtausendwende haben Forschende begonnen, tatsächlich aufzuzeigen, in welchen Problembereichen das Aufwachsen in einer „homophoben“ Gesellschaft Spuren hinterlässt. Unter Minoritätsstress (Meyer, 2003) werden die zusätzlichen Stressoren zusammengefasst, die Angehörige von Minoritäten durch ihre Gruppenzugehörigkeit erfahren. Diese zusätzlichen Belastungen können krank machen.

  • Bleiben Spuren des Aufwachsens in einer „homophoben“ Gesellschaft zurück, die Schwule und Lesben individuell sowie in ihren Szenen prägen?
  • Wie kann man das in der Forschung erfassen?
  • Welche Erfahrungen gibt es aus der therapeutischen Praxis?
  • Welche Interventionsmöglichkeiten scheinen erfolgreich?

Letzte Akualisierung: 13.01.2016