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Was können Menschen tun, um Vorurteile / Diskriminierung gegenüber lesbischen, schwulen und bisexuellen Menschen zu verringern?

Text nach APA, übersetzt und überarbeitet von Uta Krüger und Dr. phil. Gisela Wolf (vgl. Quellenhinweis)

Lesbische, schwule und bisexuelle Menschen, die gegen Vorurteile und Diskriminierung vorgehen möchten, sollten offen mit ihrer sexuellen Orientierung umgehen. Wenn sich lesbische, schwule und bisexuelle Menschen öffentlich zu ihrer Sexualität bekennen, haben heterosexuelle Menschen die Möglichkeit, persönlichen Kontakt mit offen lebenden Homosexuellen zu haben und sie als Individuen wahrzunehmen. Dies ist wichtig, da Studien über Vorurteile im Allgemeinen und über Vorurteile gegen homosexuelle Menschen im Besonderen wiederholt zeigen, dass Vorurteile zurückgehen, wenn die Mehrheit und Minderheit miteinander in Kontakt kommt. Diesem Muster folgend, besteht der stärkste Einfluss für die Akzeptanz von Schwulen und Lesben durch Heterosexuelle im persönlichen Kontakt mit einem offen lesbischen oder schwulen Menschen. Eine negative Einstellung Homosexuellen gegenüber kommt sehr viel seltener bei denjenigen vor, die homosexuelle FreundInnen oder ein homosexuelles Familienmitglied haben, besonders wenn die betroffene Person sich bei diesen Menschen persönlich geoutet hat.

Heterosexuelle Menschen, die helfen wollen, Vorurteile und Diskriminierung zu verringern, können ihren eigenen Umgang mit antihomosexuellen Stereotypen und Vorurteilen betrachten. Sie sollten besonderen Wert darauf legen, lesbische, schwule und bisexuelle Menschen kennen zu lernen und mit ihnen und der lesbischen, schwulen und bisexuellen Gemeinschaft gegen Vorurteile und Diskriminierung zu kämpfen.

Eine gute Möglichkeit dazu könnte sich z.B. bei einem Familienfest bieten. Tipps für alle Gastgeber, die befürchten, ein anstehendes Familienfest könnte nicht entspannt verlaufen, bietet der Ratgeber der Psychosozialen Frauenberatungsstelle donna klara, Kiel: "Familienfest mit lesbischen Töchtern - Zutaten für ein gutes Gelingen". – Die Zutaten sind größtenteils auch für Familienfeste mit schwulen Söhnen geeignet.

Außerdem können heterosexuelle Menschen dafür arbeiten, das Coming-out leichter zu machen, in dem sie andere heterosexuelle Menschen auf ihr verurteilendes oder diskriminierendes Verhalten aufmerksam machen. Heterosexuelle Verbündete können zu Antidiskriminierungskampagnen aufrufen, die die sexuelle Orientierung mit einschließen, und Politiker_innen und Organisationen unterstützen, die sich für die Gleichberechtigung von heterosexuellen und homosexuellen Menschen einsetzen.

 

Letzte Akualisierung: 30.04.2014