Woran erkennt man, dass man gut aufgehoben ist?
AutorInnen: Dr. phil. Ulli Biechele, Dipl.-Psych. Margret Göth, Dipl.-Psych. Thomas Heinrich und Dipl.-Psych. Andrea Lang
Meistens werden einige Sitzungen vereinbart, bei denen beide herausfinden, wie gut sie miteinander arbeiten können. In dieser Zeit haben Sie die Möglichkeit zu überprüfen, wie weit das Vertrauen trägt, wie sie beide mit Missverständnissen umgehen können, und ob Sie sich vorstellen können, sich als ganze Person zu zeigen, auch mit den Seiten, die Ihnen jetzt vielleicht noch furchtbar peinlich sind.
Fragen, die Sie sich stellen können
- Empfinden Sie Vertrauen und Sympathie?
- Fühlen Sie sich gut aufgehoben, verstanden und respektiert?
- Wie ungezwungen können Sie über Ihr Lesbisch-, Schwul-, Bi- oder Trans-Sein sprechen?
- Wie viel Ahnung hat die Therapeutin vom lesbischen, schwulen, bisexuellen bzw. transsexuellem Leben?
- Vermittelt sie Ihnen den Eindruck, dass sie Ihre Form, lesbisch, schwul, bi oder transsexuell zu leben, versteht und anerkennt?
Was tun, wenn man sich nicht gut aufgehoben fühlt?
Wenn Sie unzufrieden sind: reden Sie mit Ihrer BeraterIn- oder TherapeutIn darüber! Sprechen Sie die Punkte offen an, die Sie stören! In der Regel hilft ein klärendes sachliches Gespräch Missverständnisse auszuräumen und Klarheit zu schaffen.
Halten die Schwierigkeiten länger an und sind sie – Ihrer Meinung nach – auch nicht auszuräumen, können Sie eine Beratung oder Therapie jederzeit abbrechen und zu anderen BeraterInnen oder TherapeutInnen wechseln. Versuchen Sie Ihren Entschluss der BeraterIn oder TherapeutIn bei einem persönlichen Termin mitzuteilen. Dadurch kann die Beziehung zwischen Ihnen und der Fachperson hoffentlich „vernünftig“ beendet werden, ohne dass Groll und Unzufriedenheit bleiben.
Für den Beratungs- oder Therapieerfolg von Lesben, Schwulen und Bisexuellen ist ausschlaggebend, dass sie wertgeschätzt werden, und zwar nicht trotz ihrer Homo- oder Bisexualität, sondern für Ihre Person mit allen Facetten, also auch Ihrer sexuellen Identität und Orientierung. Das selbe gilt natürlich entsprechend für Transsexuelle und Personen, die sich ihrer sexuellen Orientierung nicht sicher sind.
Letzte Akualisierung: 04.05.2013




